Entdecken Sie die Möglichkeiten der Diversifikation und der Dekorrelation von Vermögenswerten, um den Max Drawdown in Ihrem algorithmischen Handelsportfolio drastisch zu reduzieren.
!Gestión de Riesgo Multi-Activo
Eine der häufigsten Fragen, die wir von Neukunden erhalten, lautet: „Welches Paar ist am besten zum Handeln? Soll ich mein gesamtes Kapital in EUR/USD investieren, weil es den kleinsten Spread hat?“
Diese im Einzelhandel weit verbreitete Mentalität führt dazu, dass Tausende von Anlegern verheerende Einbrüche erleiden. Der Handel mit einem einzelnen Währungspaar – egal wie gut der Algorithmus ist – setzt Sie einem sogenannten idiosynkratischen Risiko aus: dem mit einem bestimmten Vermögenswert verbundenen Risiko, das durch die Strategie selbst nicht gemindert werden kann.
In diesem Artikel erklären wir, warum der Schlüssel zum langfristigen Überleben auf den Finanzmärkten nicht darin besteht, „das perfekte Paar“ zu finden, sondern vielmehr darin, ein dekorreliertes Multi-Asset-Portfolio aufzubauen.
Der Mythos vom „besten Paar“
Stellen Sie sich vor, Sie verfügen über einen Algorithmus mit einer Erfolgsquote von 65 % und einem hervorragenden Risiko-Ertrags-Verhältnis, der nur mit dem Britischen Pfund (GBP/USD) handelt. Alles läuft großartig, bis die Bank of England eine überraschende Zinsankündigung macht oder es im Vereinigten Königreich zu einem unvorhergesehenen geopolitischen Ereignis kommt (wie beim Brexit).
Der Markt erlebt einen „Schock“ der Volatilität. Das statistische Verhalten des Paares ändert sich schlagartig. Ihr Algorithmus, der für einen normalen Markt entwickelt wurde, verkettet fünf, sechs oder sieben aufeinanderfolgende Verlustgeschäfte. Ihr Kapital erleidet innerhalb einer Woche einen Rückgang von 25 %.
War der Algorithmus schlecht? Nicht unbedingt. Der Fehler bestand darin, das Risiko zu 100 % auf ein einziges Marktverhalten zu konzentrieren.
Die Magie der Dekorrelation
Korrelation misst, wie sich zwei Vermögenswerte relativ zueinander bewegen, auf einer Skala von -1 bis +1.
- Eine Korrelation von +1 bedeutet, dass sie sich genau gleich bewegen (der Handel mit EUR/USD und GBP/USD weist oft eine hohe positive Korrelation auf).
- Eine Korrelation von -1 bedeutet, dass sie sich in entgegengesetzte Richtungen bewegen.
- Eine Korrelation von 0 bedeutet, dass ihre Bewegungen völlig unabhängig sind.
Der „Heilige Gral“ des institutionellen algorithmischen Handels besteht nicht darin, die Zukunft vorherzusagen, sondern darin, Vermögenswerte mit einer Korrelation nahe 0 zu kombinieren.
Praxisbeispiel: Glättung der Eigenkapitalkurve
Angenommen, Sie teilen Ihr Kapital in drei verschiedene Strategien auf und handeln mit drei unkorrelierten Vermögenswerten:
1. US30-Index (Mean-Reversion-Strategie)
2. Gold/XAUUSD (Trendfolgestrategie)
3. Forex/EURUSD (Asian Range Breakout-Strategie)
In einem Monat, in dem die Aktienmärkte (US30) aufgrund globaler Ängste fallen, wird die US30-Strategie wahrscheinlich Verluste erleiden (Drawdown). Allerdings fungiert Gold in der Regel als sicherer Hafen und verzeichnet starke Aufwärtstrends. Die Gold-Strategie generiert erhebliche Gewinne. Gleichzeitig könnte EUR/USD in einer ruhigen Spanne gehandelt werden, was zu kleinen stetigen Gewinnen führen würde.
Das kombinierte Ergebnis: Gold- und EUR/USD-Gewinne gleichen die US30-Verluste aus. Auf Portfolioebene erleiden Sie keinen starken Rückgang Ihres Kapitals, sondern einen stagnierenden oder leicht positiven Monat. Die Eigenkapitalkurve flacht dramatisch ab.
Mathematische Reduzierung des maximalen Drawdowns
Ray Dalio, Gründer von Bridgewater Associates (einem der größten Hedgefonds der Welt), bezeichnet die dekorrelierte Diversifizierung als „den Heiligen Gral des Finanzwesens“*. Mathematisch gesehen erhöht die Addition unkorrelierter Rückflüsse das Rendite-Risiko-Verhältnis (Sharpe Ratio).
Praktisch für Ihr MetaTrader-Konto:
Wenn der historische Max Drawdown des Algorithmus in EUR/USD 15 % und in Gold 20 % beträgt, bedeutet die Kombination dieser Werte nicht, dass Ihr Drawdown 35 % beträgt. Da sie ihren Tiefpunkt nicht gleichzeitig erreichen (da sie nicht korrelieren), bleibt der kombinierte maximale Drawdown oft unter 18 %, generiert aber die kombinierten Renditen beider.
Wie wir dies in AbacuQuant anwenden
Unser System basiert nicht auf einem „Superroboter“, der ein einzelnes Paar bedient. Es ist ein Ökosystem.
Über unseren Portfolio Builder ermöglichen wir Anlegern die Auswahl mehrerer Instrumente (Währungen, Indizes, Rohstoffe), die auf mehr als 12 verschiedenen Strategien basieren.
Das System zeigt Ihnen in Echtzeit die Deposit Load (MDL) und die Korrelationsmatrix. So können Sie ein ausgewogenes Portfolio entwerfen, das verschiedene Marktregime gleichzeitig angreift. Wenn sich eine Strategie im statistischen Winter befindet, befindet sich eine andere im Frühling, was Ihr Gesamtkapital schützt und die Volatilität Ihrer Investition verringert.
Wenn Sie das nächste Mal über den Handel nachdenken, denken Sie daran: Suchen Sie nicht nach dem perfekten Paar, sondern bauen Sie das perfekte Portfolio auf.